Gliederung – Organisationsstruktur der SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschland (kurz SPD) kann um die 500.000 Mitglieder vorweisen. Diese Mitglieder sind in 12.500 Ortsvereinen organisiert, die regelmäßig Mitgliederversammlungen abhalten. Dabei entsenden sie Delegierte in die Unterbezirksparteitage der SPD. In diesen insgesamt 350 Unterbezirken sind die 12.500 Ortsvereine untergebracht. Diese halten auch regelmäßig Unterbezirksparteitage ab, in denen sie Delegierte in die Landesparteitage entsenden. Die 350 Unterbezirke wiederrum sind in 20 Bezirke organisiert, welche auch regelmäßig Bezirksparteitage abhalten. Aus diesen Mitgliedern werden 600 Delegierte in den Bundesparteitag entsendet werden. Man spricht von einem Landesverband, wenn ein SPD – Bezirk deckungsgleich mit einem Bundesland ist. Falls ein Bundesland in mehrere Bezirke aufgeteilt ist, bilden sie zusammen den Landesverband. Des Weiteren entsendet jeder Bezirk Vertreter in den Parteirat (90 Mitglieder).Organisationsstruktur SPD

Das oberste Organ der SPD ist der Bundesparteitag (400 Delegierte, 45 Vorstandsmitglieder). Er wählt:

      • Die Kontrollkommission
      • Das Bundesschiedsgericht
      • Den Parteivorstand

Außerdem leitet er die Amtsgeschäfte zwischen den Parteitagen.

Der Parteivorstand der SPD

Nachdem Martin Schulz zurückgetreten war, wurde bei einem außerordentlichen Parteitag am 22.April 2018 ein neuer Vorstand in Wiesbaden gewählt.

Vorsitzende     Andrea Nahles

Bild von Andrea Nahles

Generalsekretär          Lars Klingbeil

Stellvertretende Vorsitzende

– Malu Dreyer

– Natascha Kohen

– Thorsten Schäfer-Gümbel

– Olaf Scholz

– Manuela Schwesig

– Ralf Stegner

Beauftragter für die Europäische Union        Udo Bullmann

Bundesgeschäftsführerin       Nancy Böhning

Schatzmeister Dietmar Nietan

Beisitzer

Doris Ahnen, Leni Breymaier, Hubertus Heil, Aydan Özoğuz, Svenja Schulze, Johanna Uekermann, Niels Annen, Katarina Barley, Martin Dulig, Michaela Engelmeier, Wiebke Esdar, Klara Geywitz, Kerstin Griese, Michael Groschek, Uli Grötsch, Eva Högl, Oliver Kaczmarek, Daniela Kolbe, Gabriele Lösekrug-Möller, Heiko Maas, Christoph Matschie, Matthias Miersch, Serpil Midyatli, Michael Müller, Katja Pähle, Boris Pistorius, Anke Rehlinger, Michael Roth, Sarah Ryglewski, Dagmar Schmidt, Alexander Schweitzer, Carsten Sieling, Ute Vogt, Sascha Vogt, Dietmar Woidke

 

Aus dem Parteivorstand geht als geschäftsführender Vorstand das Parteipräsidium hervor. Dem gehören der Generalsekretär, die stellvertretenden Vorsitzenden, der EU-Beauftragte, der Bundesgeschäftsführer und der Schatzmeister, zusammen genannt „Parteispitze“, sowie drei aus der Vorstandsmitte gewählte Beisitzer an.

Gleichstellung

1988 wurde eine Geschlechterquote eingeführt, deren Intention es war Frauen und Männer in der SPD gleichzustellen. Diese Quote schreibt vor, dass alle Vorstände und Delegationen jeweils zu 40 Prozent von jedem Geschlecht besetzt werden müssen. Da Männer meistens überwiegen, spricht man von der sogenannten „Frauenquote“. Bei der Aufstellung der Bundestags- und Europaliste werden Frauen und Männer immer abwechselnd aufgestellt (Reißverschlussprinzip).

Arbeitsgemeinschaften der SPD

Jusos – Mitglied: Alle SPD-Mitglieder unter 35 Jahren

ASF – Mitglied: Alle weiblichen SPD-Mitglieder

AG 60 Plus – Mitglied: Alle SPD-Mitglieder über 60

Bei allen anderen Arbeitsgemeinschaften ist die Mitgliedschaft nicht verpflichtend oder automatisch. Es besteht außerdem die Möglichkeit vollberechtigtes Mitglied zu werden ohne der SPD anzugehören (Unterstützermitgliedschaft).

SPD Parteitag

Andere Arbeitergemeinschaften:

    • AG für Arbeitnehmerfragen
    • AG der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen
    • AG für Bildung
    • AG für sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen
    • AG Selbständige
    • AG für Akzeptanz und Gleichstellung
    • Arbeitergemeinschaft Migration und Vielfalt
    • Arbeitergemeinschaft Selbst Aktiv

Organisiert sind diese Arbeitsgemeinschaften mit einem Bundesvorstand, Bundeskonferenzen und regionalen Unterorganisationen.

 

Mitglieder

Um ein Mitglied bei der SPD zu werden ist ein Mindestalter von 14 erforderlich. Es können auch Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben oder Ausländer die in Deutschland leben Mitglied werden. Die SPD hat genau 457.700 Mitglieder (stand: April 2018). 54 % davon sind über 60 Jahre alt, 8 % jünger als 30 Jahre, 68 % sind männlich, 32 % weiblich. Zudem sind 34 % Rentner, 23 % Beamte, 15 % Angestellte, 8 % Arbeiter, 5 % Arbeitslose, 5 % Hausfrauen, 4 % Selbstständige, 2 % Freiberufler, 2 % Schüler und 2 % ohne Angaben.

Entwicklung in den letzen Jahren:Entwicklung der Mitglieder der SPD