Gründung

Gegründet in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts vertrat die SPD die Arbeitergesellschaft. Aufgrund von ideologischen Differenzen innerhalb, als auch außerhalb der Gemeinschaft, kam es zu gehäuften Abspaltungen der Partei.

Die SPD war schon ganze 20 Jahre lang Teil der Regierungskoalition.
Die SPD gehört zu den ältesten Parteien Deutschlands und wird somit auch als traditionellste angesehen, aufgrund der Tatsache, dass diese über vier politische Systeme fortbestehen blieb .
1875 zur Zeit des deutschen Kaiserreiches schloss sie sich aus dem Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) zusammen.

Bis 1950 galt die SPD als sogenannte Klassenpartei.                             Grundlegend versteht man unter diesem Begriff die Vertretung der Zielvorstellungen einer bestimmten gesellschaftlichen Klasse.                     Gleichzeitig galt die SPD auch als Inbegriff einer nach demokratischen Prinzipien aufgebauten Massenpartei.
1891 wurde das Erfurter Programm eingeführt, welches zwei Vorstellungen der jeweiligen Flügel in sich vereinigte und somit 1912 zum Erfolg führte. Denn in diesem Jahr gehörte die SPD zur einflussreichsten, politischen Macht Deutschlands. 1914 erreichten die Sozialdemokraten eine Mitgliederzahl von mehr als eine Millionen.
Drei Jahre später folgte ein einflussreicher Konflikt innerhalb der Partei, bezogen auf die Kriegskredite der zu Spaltungen führte.
Währenddessen sich die radikale Gewalt der Mitglieder in der sogenannten USPD wiederfanden (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschland) (später KPD) bildete der Rest die staatsregierende Partei unter der Weimarer Republik.
Diese Regierungsgewalt konnte jedoch nur von kurzer Dauer gehalten werden, bevor der Verlust der Mehrheit die SPD zurück zur Oppositions-Führung drängte.
Was die SPD im Vergleich zu allen anderen Parteien Deutschlands zur NS-Zeit so besonders und einzigartig machte, war die Abstimmung gegen das Ermächtigungsgesetz Hitlers am 23.03.1933.

In Folge dessen folgte drei Monate später ein Verbot der SPD.
Anfang 1934 setzte sich der Vorstand im Exil ab. Viele Abgeordnete und Aktivisten der SPD erlagen den Verfolgungen Hitlers und seines Regimes. In Zuchthäusern und Konzentrationslagern fanden sie ihren Tod. Die meisten Mitglieder der SPD verblieben jedoch auch weiterhin widerstandsfähig gegen das NS-Regime.
Nach der Hitlerzeit und zu Beginn der Teilung Deutschlands blieb die SPD nach ihrer Wiedergründung die am stärksten vertretene Macht des “linken Lagers”.
Linksextreme, die sich in kleinen Gruppierungen präsentierten, wurden entweder zum Rand der Gesellschaft gedrängt oder ganz verboten.
Die Bedeutsamkeit dieser Entstehungen hielt sich somit sehr gering.
Nach der erneuten Grundlegung der SPD in den westlichen Gebieten Deutschlands, wurden die Voraussetzungen, sich an den Prinzipien der Klassenpartei zu orientieren verkompliziert.
Zerstörung der Arbeitsstrukturen und Erfolge der sozialen Marktwirtschaft 1950 führten zu Wahlniederlagen der Sozialdemokraten.                                Trotz allem nahm die SPD dieses Gelingen nicht zur Kenntnis.
Zehn Jahre später entstand die Volkspartei aus der SPD, unterliegend dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer. Es erfolgten mehrere Koalitions-Bildungen, welche bis heute hin noch in verschiedenen Variationen andauern.