Welche Wirtschaftsziele hat die SPD ?

SPD FlaggenDie SPD, eine Partei welche in den letzten Jahren immer mehr an ansehen verloren hat, möchte mit ihrem starken Fokus auf Wirtschaftsthemen, wieder Pluspunkte bei den Bürgern sammeln. Wie sie das machen möchte, erfahren sie in diesem Artikel.

Erbschaft

In dem Regierungsprogramm der SPD steht, dass große Erbschaften stärker besteuert werden sollen. Damit will die Partei die „immer wachsende Kluft zwischen Arm und Reich verringern“, weshalb Bürger mit einem hohen Vermögen oder Einkommen einen Beitrag leisten sollen. Über die  Vermögenssteuer wird nichts gesagt. Dafür heißt es : „ Große Erbschaften werden wir stärker besteuern.“ Trotzdem wird es hohe Freibeträge geben, „damit nicht das normale Haus der Eltern oder Großeltern betroffen ist“.

Familienzeit

Ein weiter Punkt in dem Regierungsplan der Sozialdemokratische Partei Deutschlands, ist die „Familienarbeitszeit“. Diese soll die Elternzeit und Teilzeitarbeit verbinden. Es gibt 150€ pro Monat pro Elternteil, wenn diese jeweils 26 bis 36 Wochenstunden arbeiten.  Gezahlt wird dieses bis zu 24 Monaten. Allein- oder getrennt Erziehende werden dieses Geld auch erhalten können.

Arbeitsmarkt aus dem SPD – Programm

Auch am Arbeitsmarkt will die SPD einiges verändern. Primär sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen. Das will die SPD durch Weiterbildung schaffen. Arbeitslose, welche in einem Zeitraum von 3 Monaten keine neue Beschäftigung finden, sollen von der Agentur für Arbeit neue Qualifizierungsmaßnahme erhalten. Im Entwurf lautet es wie folgt: „Das Recht auf Weiterbildung beinhaltet eine umfassende Kompetenzerfassung aller Fähigkeiten und Begabungen. Darauf baut eine gezielte Weiterbildungsberatung auf“. Das Problem des Fachkräftemangels will die SPD verringern indem sie in Berufsschulen investiert, ein Recht auf Weiterbildung einführt und die Ausbildung- und Berufsorientierung verbessert. Außerdem will die SPD die Bildung gebührenfreie machen. „Von der Kita über die Ausbildung und das Erststudium bis zum Master und zur Meisterprüfung“ heißt es in dem Programm.

Frauenquote

Die SPD setzte sich des weitern  für den Ausbau der Frauenquote ein. Es soll eine „Lohngerechtigkeit“ eingeführt werden und das Gesetz soll sich auch auf kleinere Unternehmen ausdehnen. Alle Unternehmen sollen die Führungsgremien mit 50% Männern und 50% Frauen besetzen. „Wir werden daher die Frauenquote weiter steigern und ihren Geltungsbereich auf alle Unternehmen, auf Körperschaften des öffentlichen Rechts wie die Sozialversicherungen und auf alle Gremien wie Vorstände und Aufsichtsräte ausdehnen“, lautet es im SPD – Programm. Die Partei möchte, dass die Arbeitnehmer von der Digitalisierung profitieren und mehr Wahlmöglichkeiten haben bei ihren Arbeitszeiten und Arbeitsorten haben. Ein Recht auf „Nicht-Erreichbarkeit“ soll eingeführt werden.

Die SPD verspricht Frauen, das sie die Möglichkeiten haben werden, die Planung über Berufsleben und Karriere selbst in der Hand zu halten.

Dies sind nur ein paar Punkte aus dem neuen Wirtschaftsprogramm der SPD. Was jedoch letzten Endes in die Tat umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Falls sie noch mehr über die Sozialdemokratische Partei Deutschlands erfahren wollen klicken sie „hier

Organisationsstruktur und Mitglieder der SPD

Gliederung – Organisationsstruktur der SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschland (kurz SPD) kann um die 500.000 Mitglieder vorweisen. Diese Mitglieder sind in 12.500 Ortsvereinen organisiert, die regelmäßig Mitgliederversammlungen abhalten. Dabei entsenden sie Delegierte in die Unterbezirksparteitage der SPD. In diesen insgesamt 350 Unterbezirken sind die 12.500 Ortsvereine untergebracht. Diese halten auch regelmäßig Unterbezirksparteitage ab, in denen sie Delegierte in die Landesparteitage entsenden. Die 350 Unterbezirke wiederrum sind in 20 Bezirke organisiert, welche auch regelmäßig Bezirksparteitage abhalten. Aus diesen Mitgliedern werden 600 Delegierte in den Bundesparteitag entsendet werden. Man spricht von einem Landesverband, wenn ein SPD – Bezirk deckungsgleich mit einem Bundesland ist. Falls ein Bundesland in mehrere Bezirke aufgeteilt ist, bilden sie zusammen den Landesverband. Des Weiteren entsendet jeder Bezirk Vertreter in den Parteirat (90 Mitglieder).Organisationsstruktur SPD

Das oberste Organ der SPD ist der Bundesparteitag (400 Delegierte, 45 Vorstandsmitglieder). Er wählt:

      • Die Kontrollkommission
      • Das Bundesschiedsgericht
      • Den Parteivorstand

Außerdem leitet er die Amtsgeschäfte zwischen den Parteitagen.

Der Parteivorstand der SPD

Nachdem Martin Schulz zurückgetreten war, wurde bei einem außerordentlichen Parteitag am 22.April 2018 ein neuer Vorstand in Wiesbaden gewählt.

Vorsitzende     Andrea Nahles

Bild von Andrea Nahles

Generalsekretär          Lars Klingbeil

Stellvertretende Vorsitzende

– Malu Dreyer

– Natascha Kohen

– Thorsten Schäfer-Gümbel

– Olaf Scholz

– Manuela Schwesig

– Ralf Stegner

Beauftragter für die Europäische Union        Udo Bullmann

Bundesgeschäftsführerin       Nancy Böhning

Schatzmeister Dietmar Nietan

Beisitzer

Doris Ahnen, Leni Breymaier, Hubertus Heil, Aydan Özoğuz, Svenja Schulze, Johanna Uekermann, Niels Annen, Katarina Barley, Martin Dulig, Michaela Engelmeier, Wiebke Esdar, Klara Geywitz, Kerstin Griese, Michael Groschek, Uli Grötsch, Eva Högl, Oliver Kaczmarek, Daniela Kolbe, Gabriele Lösekrug-Möller, Heiko Maas, Christoph Matschie, Matthias Miersch, Serpil Midyatli, Michael Müller, Katja Pähle, Boris Pistorius, Anke Rehlinger, Michael Roth, Sarah Ryglewski, Dagmar Schmidt, Alexander Schweitzer, Carsten Sieling, Ute Vogt, Sascha Vogt, Dietmar Woidke

 

Aus dem Parteivorstand geht als geschäftsführender Vorstand das Parteipräsidium hervor. Dem gehören der Generalsekretär, die stellvertretenden Vorsitzenden, der EU-Beauftragte, der Bundesgeschäftsführer und der Schatzmeister, zusammen genannt „Parteispitze“, sowie drei aus der Vorstandsmitte gewählte Beisitzer an.

Gleichstellung

1988 wurde eine Geschlechterquote eingeführt, deren Intention es war Frauen und Männer in der SPD gleichzustellen. Diese Quote schreibt vor, dass alle Vorstände und Delegationen jeweils zu 40 Prozent von jedem Geschlecht besetzt werden müssen. Da Männer meistens überwiegen, spricht man von der sogenannten „Frauenquote“. Bei der Aufstellung der Bundestags- und Europaliste werden Frauen und Männer immer abwechselnd aufgestellt (Reißverschlussprinzip).

Arbeitsgemeinschaften der SPD

Jusos – Mitglied: Alle SPD-Mitglieder unter 35 Jahren

ASF – Mitglied: Alle weiblichen SPD-Mitglieder

AG 60 Plus – Mitglied: Alle SPD-Mitglieder über 60

Bei allen anderen Arbeitsgemeinschaften ist die Mitgliedschaft nicht verpflichtend oder automatisch. Es besteht außerdem die Möglichkeit vollberechtigtes Mitglied zu werden ohne der SPD anzugehören (Unterstützermitgliedschaft).

SPD Parteitag

Andere Arbeitergemeinschaften:

    • AG für Arbeitnehmerfragen
    • AG der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen
    • AG für Bildung
    • AG für sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen
    • AG Selbständige
    • AG für Akzeptanz und Gleichstellung
    • Arbeitergemeinschaft Migration und Vielfalt
    • Arbeitergemeinschaft Selbst Aktiv

Organisiert sind diese Arbeitsgemeinschaften mit einem Bundesvorstand, Bundeskonferenzen und regionalen Unterorganisationen.

 

Mitglieder

Um ein Mitglied bei der SPD zu werden ist ein Mindestalter von 14 erforderlich. Es können auch Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben oder Ausländer die in Deutschland leben Mitglied werden. Die SPD hat genau 457.700 Mitglieder (stand: April 2018). 54 % davon sind über 60 Jahre alt, 8 % jünger als 30 Jahre, 68 % sind männlich, 32 % weiblich. Zudem sind 34 % Rentner, 23 % Beamte, 15 % Angestellte, 8 % Arbeiter, 5 % Arbeitslose, 5 % Hausfrauen, 4 % Selbstständige, 2 % Freiberufler, 2 % Schüler und 2 % ohne Angaben.

Entwicklung in den letzen Jahren:Entwicklung der Mitglieder der SPD

Die Versprechen der SPD

SPDGenauso wie alle Parteien hat auch die SPD versprechen gegen über den Bürgern, welche sie in ihrem Wahlprogramm auflisten.

Die Überpunkte des Wahlprogramms der SPD lauteten im Jahr 2017 Arbeit und Soziales, Integration und Asyl, EU und Außenpolitik, Steuern und Finanzpolitik, Sicherheit und Bildung.

Das Wahlprogramm der SPD

Arbeit und Soziales

Das Wahlprogramm der SPD wird mit der sozialen Gerechtigkeit eingeführt, da dies die Haupt Voraussetzung für Zusammenhalt und Wohlstand symbolisiert. Durch die Unterstützung von sozialen berufen und Dienstleistungen wollen sie einen starken Sozialstaat erzielen. Familien, wo die Eltern Teilzeit arbeiten sollen monatlich 150,00€ monatlich bekommen. Unteranderem befürworten sie die gleichgeschlechtliche Ehe und für Scheidungskinder wollen sie auch ein leichteres zusammenleben mit den Eltern ermöglichen.
Das Rentenniveau versuche sie bis 2030 auf konstant gehalten werden. Er beträgt zurzeit 18,9 Prozent und soll nicht über 22 Prozent steigen. Eine Alterserhöhung von 67 Jahren schließen sie aus.
Das Ziel der Sozialdemokraten ist die Vollbeschäftigung in Deutschland, um dies zu erreichen verschärfen sie die Arbeitnehmerrechte und wollen ein Gesetzt einrichtest, welches die Teilzeitarbeiter wieder in eine Vollzeitbeschäftigung arbeiten lässt. Die SPD fordert europaweit den gleichen lohn für die gleiche Arbeit. Vor allem ist Ihnen die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wichtig.

Integration und Asyl

Für eine humanitäre Flüchtlingspolitik stehen die Sozialdemokraten und erwarten den Erhalt von Recht auf Asyl in Deutschland. Trotz dessen würden sie eine gerechte Aufteilung der Flüchtlinge Europa weit bevorzugen. Um diese Situation allerdings zu vermeiden wollen sie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit mehr Geld ausstatten. Unter anderem sind mehr Sprachkurse geplant und mehr und stärkere Helfer aufzutreiben. „Wir wollen ein modernes und weltoffenes Deutschland“ -das ist das Motto der SPD. Durch ein Punktesystem geregelt werden, welches bestimmte Qualifikationen erfasst. Auch stehen sie zur doppelten Staatsangehörigkeit.

EU und Außenpolitik

Ihre Position in Europa ist klar. Sie stehen als Friedenspartei und sind der Meinung, dass das Aufrüstung keine Lösung darstellt. Der Zusammenhalt innerhalb Europas ist ihnen sehr wichtig. Verschuldete europäischen SSPDtaaten soll geholfen werden und die Verschuldungen im allgemeinem verringert.
Die regelmäßigen Gespräche mit der Türkei sollen abgeschafft werden und für einen beitritt seine sie auch noch nicht bereit. Mehr Verantwortung soll außenpolitisch übernommen werden. Dies wollen sie erreichen indem Geld an das Auswertige Amt geben. Auch wollen die Sozialdemokraten eine Welt ohne Atom und Massenvernichtungswaffen, durch den massiv eingeschränkten Waffenhandel, den sie haben wollen, soll dies erreicht werden.

Steuern und Finanzpolitik

Das Einkommen aus Kapital und Arbeit möchte die SPD sofort besteuern. Dies wollen sie erreichen indem sie Finanztransaktionssteuer einführen. Eine Erbschaftssteuer plant die SPD auch, wo Bürger mit kleinem oder mittlerem Einkommen komplett entlastet werden. Alleinerziehende wollen sie mit dem tausch von Ehegattensplitting durch Familiensplitting finanziell unterstützen.

Sicherheit

Die SPD will die Datensysteme der Sicherheitsbehörden innerhalb Deutschlands staken, indem sie Gesetze verschärfen und einen stärkerer Zusammenhalt der Gesellschaft haben. Um dies zu erreichen wollen sie die Polizei auf 15.000 Stellen erhöhen, doch eine Militarisierung möchten sie damit nicht erreichen. Auch möchten sie die Kontrollen an den Außengrenzen verstärken und zusätzlich eine europaweite Einrichtung des sogenannten „Anti-Terror Zentrum“ zu errichten.

Bildung

Die Partei ist der Meinung das die Bildung von der Kita bis zur Universität Kostenlos seinen sollte. Der Aufbau von Ganztagesschulen soll mehr investiert und einen Rechtsanspruch eingeführt werden. Die SPD wollen den Schülern die Chance geben den Unterricht digitaler zu gestallten. Ein Masterstudium soll abtretbar sein, wenn man einen Meisterbrief besitzt. Das Ziel ist es Ausbildungsberufe zu stärken. Mit dem „Bafög Plus“ möchten die Sozialdemokraten die Finanzierung einer Weiterbildung vereinfachen.